Türchen 24

Hallo zum letzten Adventskalendertürchen 2020. Es ist jemandem gewidmet, der auf der diesjährigen JHV einen sehr langen Applaus erhalten hat.

Wer dabei war, weiß es schon. Wer nicht dabei war, wird sie trotzdem kennen. Oft hörte man über sie sagen, sie gehöre quasi zum Inventar des TVW und zur Max-Weber-Halle, wie die Halle selbst. So ziemlich alle werden mit ihr zu tun gehabt haben.  Sie war die Stimme am Telefon, sie war im Büro der Max-Weber-Halle im Vorstand für die Kasse und die Mitglieder zuständig. Sie hat im Sommer 2020 die rare Hallenbelegungen für alle Sparten organisiert und die Mannschaften den strengen Coronaregeln folgend optimal untergebracht. Über sie ist zu hören gewesen, dass sie bei allen Veranstaltungen des TVW und seiner Sparten zugegen war.

Die Rede ist vom Irmgard Adophs. Zur JHV hat sie ihre langjährige Tätigkeit beendet und den Kassenstab an Jörg Klinger übergeben. Der Applaus nach ihrer Abschiedsrede war lang, stehend, dankbar und wollte nicht wirklich enden. Jeder, der dabei war, hat geklatscht und wird sich an die Stimmung und Atmosphäre noch lange erinnern.

Kurz nach dem Handballcamp kam sie noch persönlich beim Webwolf vorbei, um ein paar Fragen zu klären. Sie meinte, sie wollte eh einen Spaziergang machen und wir lägen auf dem Weg. Statt die Fragen in eine eMail zu packen, ging sie also den guten, alten, analogen Weg des direkten Kontaktes. Das hatte mir als Vertreter eben jenen digitalen Angebotes sehr imponiert und wieder daran erinnert, dass es nicht viel gibt, was so einen direkten Kontakt ersetzen kann. Bestenfalls Videotelefonie, so sie denn hürden- und reibungsfrei auf allen beteiligten Seiten funktioniert. Am Telefon fehlt schon die Mimik. Es ist ein Unterschied, jemanden lachen oder schweigen zu hören, oder den/die Gegenüber zu sehen.

Gerade in diesem Jahr haben wir u.a. durch Isolationen und Einschränkungen dahin verleiten lassen, Fragen und Nachrichten lieber mit dem Messenger  auszutauschen, anstatt das gleiche Gerät zum Telefonieren zu nutzen. Genauso hat man sich dazu hinreissen lassen, eine Rückmeldung bestenfalls per „Daumen hoch / Gefällt mir“ in den sozialen Medien zu beschränken. Oder eben keinen Daumen, wenn es nicht gefällt. Aber keine Begründung, warum etwas gefällt oder eben nicht. Es fehlt der Austausch.

Wir kommen nun in ein neues Jahr, das erst mal mit Trainingsverboten und Treffeinschränkungen weiter geht. Wir sind nun ein bisschen geübter mit Abstandhalten, Masketragen, aber auch sich über das Handy, Tablet oder Computer zu treffen. Das Gemeinsame, das u.a. einen Verein ausmacht, wird uns also weiterhin fehlen. Um sich nicht noch weiter -sprichwörtlich- aus den Augen zu verlieren, braucht es -meiner Meinung nach- neue Ideen und Alternativen oder neue Wege, die ausprobiert werden wollen.

Wer hätte z.B. anfangs gedacht, dass die jüngsten Sparten wie Fitness-Boxen oder Zumba in so kurzer Zeit einen so großen Zulauf, und damit neue Mitglieder, bekommen würden, um es als neue Sparte überhaupt anzubieten ? Abgesehen von den Trainern und denen, die es vorgeschlagen haben. Ähnlich wird es Zeit wieder neue Dinge auszuprobieren und zu testen, um im Verein zusammen zu bleiben, sich aktiv auszutauschen.

Ich bin gespannt, auf was wir im nächsten Jahr zurückblicken können …

In diesem Sinne wünsche ich allen Mitgliedern eine frohe Weihnachtszeit, eine erholsame, gemeinsame Zeit, einen guten Rutsch in ein neues, spannendes Jahr 🙂

Schöne Grüße
Webwolf / Thomas Hagel

Scroll to Top