Türchen 16


„Es gab eine Zeit, da galt die Kneipe als sozialer Knotenpunkt.“

So startet das Vorwort zu einer etwas anderen Art von Rückblicken. Druckfrisch liegt es dem Türchenschreiber vor: „Anekdoten und Geschichten anhand von Werbestrichholzdösje“ von Winni Kann. Mit seiner Erlaubnis darf ich eine seiner Anektdoten hier veröffentlichen. Aus den vielen schönen und interessanten Geschichten, die gerade mir als Zugezogenem einen sentimentalen Rück- und Einblick erlauben, habe ich mir für das Türchen 16, die Anekdoten „Zur alten Linde“ ausgesucht:

Zur alten Linde

Früher eine kleine Bauernschänke mit Ausschank von Erich und der gestrengen Änni, direkt neben der Kirche. Wurde später von Sohn Wilfried und seiner zauberhaften Frau Claudia in ein respektables Aggertal-Hotel mit Restaurant, liebe- und stilvoll umgebaut. Der viele hundert Jahre alte Lindenbaum auf der urgemütlichen Terasse vor der Tür macht dem Haus alle Ehre.
Auch die wunderbaren Jazzfrühschoppen, sonntags morgens, waren immer ein Highlight.
Ein Zeitzeuge:
Ich schätzte neben der Fußläufigkeit vor allem die hervorrangende Küche und die sehr familiäre Atmosphäte unter der Leitung von Tochter Anja, in der dritten Generation. Und die vierte wächst schon heran. Das war jahrzentelang das Stammlokal meiner Frau und vor mir und Arthur und Cornelia Camphausen, dem Schmittt vum Wääch, dem Helmut Otto, dem Pannemann, dem Wahlscheider Turnverein, usw. Die Anni war lange Zeit meine Lieblingswirtin; sie hatte für meine Freunde und mich einen extrem hohen Unterhaltungswert, Der Kegelclub „Lanns de Wäng“ war – (vielleicht heute noch?) – jahrzentelang dort, mit Rolf Lindenberg und Konsorten.

Einmal habe ich tatsächlich erlebt, wie der Pannemann nachts in den ersten Stock geklettert ist, die Anni geweckt hat und mit ihr gemeinsam dann tatsächlich die Lokalität wieder öffnete. Halleluja, das waren noch Zeiten! Liebe Anni, in memoriam.


Winnis Buch ist ein kurzweiliger Streifzug durch das große Lohmarer Stadtgebiet und zeichnet einen teils sentimentalen Rückblick auf die Geschichte oder Eigenheiten, sowie Wirte und lokale Persönlichkeiten von 50 Kneipen und Wirtschaften aus einer Zeit, als es noch Streichholzschachteln mit Aufdrucken der jeweiligen Wirtschaft gab… Abgerundet wird es mit den Abbildungen jener Strichhölzdösjer, sowie Bildern, die erahnen lassen, wie es früher mal war.

Das Buch wurde Ende November im „Stadtecho Lohmar“ beworben, siehe auch:
https://www.unserort.de/lohmar/Strichholzdoesje_von_Lohmarer_Kneipen_und_Gaststaetten/d10646f0-1dd5-11b2-be76-e3dcc1711f40-item.phtml

Das Buch kostet 16 € und ist:

  • kontaktlos bestellbar bei winni.kann@t-online.de
    (Abholung in Lohmar oder als Büchersendung zzgl. 1,90 € Porto)
  • kaufbar bei Fa. Klaus Heinrich, Hauptstraße 99, Lohmar
  • sowie in der Buchhandlung LesArt, Hauptstraße 73, Lohmar
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